Hausnotruf

Notrufsystem ohne Festnetz: Warum Mobilfunk heute Standard ist

4 Min. Lesezeit
Teilen
Notrufsystem ohne Festnetz: Warum Mobilfunk heute Standard ist

Notrufsystem ohne Festnetz: Warum Mobilfunk heute Standard ist

Noch vor wenigen Jahren war ein Festnetzanschluss häufig die Grundlage klassischer Hausnotrufsysteme. Basisstation, Telefonleitung und ein Notrufknopf am Handgelenk galten als bewährte Lösung. Doch unsere Lebensweise hat sich verändert: Viele Menschen möchten auch im höheren Alter selbstständig bleiben und sich nicht nur innerhalb der eigenen Wohnung sicher fühlen. Moderne mobile Notrufsysteme wie das Gardia Notrufarmband mit Sturzerkennung setzen deshalb auf eine integrierte SIM-Karte. Dadurch ist das System unabhängig von einem Festnetzanschluss oder einem Router und kann zu Hause sowie unterwegs genutzt werden.

Warum Festnetz-Notrufsysteme an ihre Grenzen stoßen

Klassische Hausnotrufsysteme sind meist an bestimmte technische und räumliche Voraussetzungen gebunden:

  • Basisstation in der Wohnung
  • Stromversorgung der Basisstation
  • Telefon- oder Internetverbindung, abhängig vom jeweiligen System
  • begrenzte Reichweite rund um die Basisstation

Vor allem der räumliche Faktor ist entscheidend: Ein stationäres Hausnotrufsystem bietet in erster Linie innerhalb der Wohnung Sicherheit. Bei einem Sturz oder medizinischen Notfall unterwegs kann es in der Regel nicht genutzt werden. Die Bedeutung klassischer Festnetztelefonie nimmt zudem ab. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sank das über Festnetze abgewickelte Gesprächsvolumen 2025 gegenüber dem Vorjahr von 57 auf rund 47 Milliarden Minuten. Diese Zahl bezieht sich allerdings auf die Nutzung klassischer Telefonie, nicht auf die Anzahl vorhandener Festnetzanschlüsse.

Mobilfunk als Grundlage moderner Notrufsysteme

Ein Notrufsystem ohne Festnetz übermittelt einen ausgelösten Alarm über das Mobilfunknetz. Beim Gardia Notrufarmband ist die dafür benötigte SIM-Karte direkt in das Gerät integriert.

Vorteile eines mobilen Notrufsystems

  • keine Basisstation erforderlich
  • kein eigener Festnetzanschluss notwendig
  • kein Smartphone für die Nutzung erforderlich
  • zu Hause und unterwegs einsetzbar
  • Übermittlung des Standorts im Notfall
  • direkte Verbindung zur Notrufzentrale

Die Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland wird kontinuierlich weiterentwickelt. Laut Bundesnetzagentur waren Ende 2024 rund 109,2 Millionen SIM-Profile aktiv. Auch das über Mobilfunknetze übertragene Datenvolumen steigt weiter an. Diese Zahlen zeigen die hohe Verbreitung mobiler Kommunikation, belegen jedoch nicht pauschal, dass Mobilfunk für jedes Notfallsystem die „zuverlässigste Kommunikationsform“ sei.

Mehr Sicherheit durch Standortübermittlung

Ein wesentlicher Vorteil mobiler Notrufsysteme ist die Standortübermittlung im Ernstfall. Während ein klassisches Hausnotrufsystem üblicherweise mit einer festen Wohnadresse verbunden ist, kann ein mobiles System den aktuellen Standort übermitteln – beispielsweise bei einem Spaziergang, beim Einkaufen oder auf Reisen innerhalb des unterstützten Einsatzgebiets. Gerade für aktive Menschen, Alleinlebende und Angehörige kann dies zusätzliche Sicherheit schaffen

Sicher begleitet im Alltag

Ein tragbares Notrufsystem für den Alltag: Das Gardia Notrufarmband verbindet moderne Technik mit einfacher Bedienung und zuverlässiger Hilfe im Ernstfall.

Notrufarmband mit Wasserfestigkeit – Perfekt für den täglichen Gebrauch. caera

Gardia als Beispiel für ein mobiles Notrufsystem

Das Gardia Notrufarmband ist ein mobiles Notrufsystem, das ohne eigenen Festnetzanschluss und ohne Smartphone genutzt werden kann.

Zentrale Funktionen

  • integrierte SIM-Karte
  • automatische Sturzerkennung
  • GPS-basierte Standortübermittlung im Ernstfall
  • direkte Verbindung zur professionellen 24/7-Notrufzentrale von Bosch
  • Nutzung zu Hause und unterwegs
  • wasserfestes Design für den Alltag

Dadurch begleitet das System Nutzerinnen und Nutzer nicht nur innerhalb der Wohnung, sondern auch bei vielen Aktivitäten außerhalb des Zuhauses.

Festnetz- und Mobilfunk-Notrufsystem im Vergleich

Stationäres Hausnotrufsystem

  • hauptsächlich für die Nutzung zu Hause
  • Basisstation erforderlich
  • Reichweite auf das Umfeld der Basisstation begrenzt
  • kennt üblicherweise eine hinterlegte Adresse
  • technische Voraussetzungen abhängig vom Anbieter

Mobiles Notrufsystem

  • zu Hause und unterwegs nutzbar
  • keine separate Basisstation erforderlich
  • integrierte Mobilfunkverbindung
  • Standortübermittlung im Notfall möglich
  • geeignet für aktive und selbstständig lebende Menschen

Hinweis: Statt „funktioniert überall“ besser „funktioniert überall dort, wo eine ausreichende Mobilfunkverbindung besteht“ schreiben. So wird keine uneingeschränkte Netzabdeckung versprochen.

Für wen ist ein Notrufsystem ohne Festnetz sinnvoll?

Ein mobiles Notrufsystem kann besonders geeignet sein für:

  • Menschen ohne eigenen Festnetzanschluss
  • aktive Seniorinnen und Senioren
  • alleinlebende Personen
  • Menschen mit erhöhtem Sturz- oder Schwindelrisiko
  • Angehörige, die nicht jederzeit persönlich vor Ort sein können
  • Personen, die auch außerhalb ihrer Wohnung abgesichert sein möchten

Ist ein mobiles Notrufsystem die richtige Wahl?

in Notrufsystem ohne Festnetz kann besonders sinnvoll sein, wenn mehrere der folgenden Punkte auf Sie oder Ihre Angehörigen zutreffen:

☐ Es gibt keinen Festnetzanschluss in der Wohnung.

☐ Sicherheit wird nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs gewünscht.

☐ Spaziergänge, Einkäufe oder Arztbesuche werden regelmäßig allein unternommen.

☐ Es besteht ein erhöhtes Sturz- oder Schwindelrisiko.

☐ Ein Smartphone soll für die Nutzung nicht erforderlich sein.

☐ Eine einfache Bedienung mit nur einem Knopfdruck ist wichtig.

☐ Im Notfall soll der aktuelle Standort übermittelt werden können.

☐ Angehörige sollen über die My Gardia App eingebunden werden.

☐ Eine direkte Verbindung zur 24/7-Notrufzentrale ist gewünscht.

☐ Eine zusätzliche Basisstation in der Wohnung soll vermieden werden.

Fazit

Der klassische Hausnotruf bietet vor allem innerhalb der Wohnung Sicherheit. Mobile Systeme erweitern diesen Schutz auf viele Situationen außerhalb des Zuhauses. Durch die integrierte Mobilfunkverbindung, die Standortübermittlung und die direkte Verbindung zur Notrufzentrale kommt das Gardia Notrufarmband ohne eigenen Festnetzanschluss und ohne separate Basisstation aus. Dadurch eignet es sich besonders für Menschen, die ihren Alltag selbstständig und aktiv gestalten möchten.

FAQ/Häufig gestellte Fragen

Funktioniert ein mobiles Notrufsystem auch ohne Smartphone?

Ja. Systeme wie Gardia arbeiten eigenständig mit integrierter SIM-Karte.

Was passiert bei schlechtem Mobilfunkempfang?

Der Notruf wird über das stärkste verfügbare Netz übertragen. In Deutschland ist die Mobilfunkabdeckung sehr hoch.

Ist ein Notrufsystem ohne Festnetz komplizierter zu bedienen?

Nein. Die Bedienung erfolgt meist über einen einzigen Knopf – einfacher als klassische Systeme.

Funktioniert das System auch im Ausland?

Das hängt vom Anbieter ab. Mobile Systeme sind grundsätzlich für den Einsatz über Mobilfunknetze geeignet. Mit dem Gardia Notrufarmband beispielsweise sind Notrufe an private Notrufkontakte in vielen europäischen Ländern möglich. In ausgewählten Ländern steht zusätzlich die 24/7 Bosch Notrufzentrale zur Verfügung.

Für wen reicht ein klassisches Festnetz-Notrufsystem noch aus?

Für Personen, die sich ausschließlich zuhause aufhalten und einen stabilen Festnetzanschluss nutzen.

„Meine Mutter möchte ihr Leben weiterhin selbstständig gestalten – zu Hause, beim Einkaufen oder bei ihren täglichen Spaziergängen. Für uns als Familie ist es beruhigend zu wissen, dass sie ihr Gardia Notrufarmband immer bei sich trägt und im Ernstfall schnell Hilfe erreichen kann. Die My Gardia App gibt uns zusätzlich das Gefühl, auch aus der Entfernung verbunden und informiert zu sein, ohne ihre Unabhängigkeit einzuschränken.“
, Thomas S., Angehöriger

Mehr zum Thema

Gardia Notrufarmband Im Angebot

Gardia Notrufarmband

89,95 €199,95 €