Notrufsystem & Kosten: Was wirklich anfällt – und was oft übersehen wird
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Warum der Gerätepreis nur ein Teil der Wahrheit ist
Beim Kauf eines Notrufsystems fällt der Blick oft zuerst auf den Gerätepreis. Das ist verständlich – greifbare Zahlen geben Orientierung. Doch genau hier entsteht häufig ein falsches Bild. Denn ein Notrufsystem ist kein klassisches Konsumprodukt, sondern eine Kombination aus Gerät, Dienstleistung und laufendem Service. Wer nur den Einstiegspreis vergleicht, übersieht schnell die tatsächlichen Gesamtkosten.
In der Praxis setzen sich die Ausgaben meist aus mehreren Bausteinen zusammen: Anschaffung oder Bereitstellung des Geräts, laufende Service- oder Abo-Kosten, mögliche Gebühren für Notrufzentralen, optionale Zusatzfunktionen sowie indirekte Kosten wie Wartung oder Ersatz bei Defekten. Besonders tückisch: Manche dieser Kosten fallen nicht sofort auf, sondern erst nach Monaten – etwa durch automatische Vertragsverlängerungen oder Zusatzoptionen, die im Alltag plötzlich relevant werden.
Ein fairer Kostenvergleich beginnt daher nicht mit der Frage „Was kostet das Gerät?“, sondern mit „Welche Leistungen erhalte ich dauerhaft – und was kostet mich diese Sicherheit pro Monat?“.
Gardia Tipp: Unser Notrufarmband bietet transparente Monatsmodelle, inklusive Sturzerkennung, App-Zugriff und Notrufzentrale – ohne versteckte Gebühren.
Ein transparentes Notrufsystem zeigt klar, welche Leistungen enthalten sind. Prüfen Sie immer: Was ist inklusive? Welche Leistungen verursachen Zusatzkosten?
Kosten-Check: Diese drei Punkte sollten Sie genau prüfen
- Was ist im Preis dauerhaft enthalten?
Achten Sie darauf, ob Leistungen wie Erreichbarkeit, technische Betreuung oder die Nutzung der App bereits im monatlichen Preis enthalten sind oder separat berechnet werden. Ein niedriger Einstiegspreis kann später deutlich steigen, wenn wichtige Funktionen nur gegen Aufpreis verfügbar sind. - Wie transparent sind laufende Kosten?
Prüfen Sie, ob monatliche Gebühren, Servicekosten oder optionale Zusatzleistungen klar benannt sind. Unklare Preisstrukturen erschweren den Vergleich und führen oft dazu, dass tatsächliche Kosten erst im Alltag sichtbar werden. - Was passiert bei Veränderungen?
Neue Notfallkontakte, ein Umzug oder längere Reisen sollten ohne zusätzliche Gebühren möglich sein. Gerade im Alter verändern sich Lebensumstände – ein gutes Notrufsystem berücksichtigt das preislich von Anfang an.
Kosten transparent vergleichen
Erfahren Sie, welche Leistungen für Sie wirklich zählen.
Erstattungen & Zuschüsse
Unter bestimmten Voraussetzungen können Kosten für Notrufsysteme bezuschusst oder übernommen werden, etwa bei vorhandenem Pflegegrad. Die genauen Regelungen unterscheiden sich je nach System und Leistungsumfang. Wichtig ist, sich vor dem Kauf zu informieren und nicht davon auszugehen, dass jede Lösung automatisch erstattungsfähig ist.
Die laufenden Kosten für das Gardia PflegePlus Abonnement können bereits ab Pflegegrad 1 erstattet werden. Hier können Sie mehr dazu erfahren.
Entscheidungshilfe: Drei Fragen, die Ihnen die Wahl erleichtern
- Fühle ich mich mit diesem System wirklich sicher – oder nur beruhigt?
Sicherheit entsteht nicht allein durch Technik, sondern durch Vertrauen in den Ablauf. Wenn Sie sich vorstellen, das System heute zu nutzen, sollte der Prozess klar und nachvollziehbar sein. - Passt das System zu meinem Alltag?
Bedienung, Tragekomfort und Ladegewohnheiten müssen zum täglichen Leben passen. Ein System, das theoretisch gut klingt, aber im Alltag stört, wird oft nicht konsequent genutzt. - Entlastet es auch meine Angehörigen?
Ein gutes Notrufsystem nimmt nicht nur Ihnen Sorgen ab, sondern gibt auch Angehörigen Klarheit darüber, was im Notfall passiert und wie sie eingebunden sind.
Ein Notrufarmband ist der perfekte Begleiter am Handgelenk.
Typische Kostenbestandteile eines Notrufsystems
1. Anschaffung oder Gerätemiete
Manche Systeme werden einmalig gekauft, andere im Rahmen eines Abos bereitgestellt. Ein niedriger Einstiegspreis kann durch höhere laufende Kosten ausgeglichen werden – oder umgekehrt.
2. Monatliche Servicegebühren
Diese decken häufig Betrieb, Wartung, Serverkosten, App-Zugriff oder Kundenservice ab. Hier lohnt ein genauer Blick auf Leistungsumfang und Vertragslaufzeit.
3. Notrufzentrale & Erreichbarkeit
Nicht jedes System beinhaltet automatisch eine 24/7-Notrufzentrale. Teilweise ist dieser Service optional oder nur in bestimmten Tarifen enthalten.
4. Zusatzfunktionen
Sturzerkennung, GPS-Ortung oder Auslandseinsatz können im Preis enthalten sein – oder zusätzliche Kosten verursachen.
5. Laufende Nutzungskosten
SIM-Karten, Datenverbindungen oder Software-Updates sind oft eingepreist, sollten aber transparent ausgewiesen sein.
FAQ/Häufig gestellte Fragen
Notrufsysteme beinhalten neben dem Gerät auch Serviceleistungen, Notrufzentrale, Wartung und App-Zugriff. Die monatlichen Kosten sichern, dass das System jederzeit zuverlässig funktioniert und im Ernstfall Hilfe bereitsteht.
Nicht immer. Ein niedriger Einstiegspreis kann durch optionale Zusatzfunktionen, Servicekosten oder Vertragsverlängerungen später deutlich teurer werden. Ein transparentes System mit fairen Monatsgebühren ist langfristig oft die bessere Wahl.
Grundbetrieb, zuverlässige Erreichbarkeit, App-Zugriff, Sturzerkennung und transparente Serviceleistungen.
Bei manchen Anbietern ja – oft fallen Kosten für Erweiterungen, zusätzliche Kontakte, Auslandseinsätze oder Ersatzgeräte an. Prüfen Sie deshalb immer die Vertragsbedingungen, bevor Sie sich entscheiden.
Vergleichen Sie nicht nur den Gerätepreis, sondern alle Leistungen inklusive Service, Notrufzentrale und App-Nutzung, und achten Sie auf monatliche Gesamtkosten statt nur auf den Einstiegspreis.
„Uns war wichtig zu wissen, was langfristig auf uns zukommt. Erst der genaue Blick auf die laufenden Kosten hat uns wirklich Sicherheit gegeben.“Harald P., Angehöriger