Notrufarmband für Senioren: Funktionen, Kosten und Vergleich
Ein kurzer Spaziergang, die Gartenarbeit oder der Weg zum Einkaufen gehören für viele Menschen selbstverständlich zum Alltag. Auch im höheren Alter möchten wirv alle unseren Tagesablauf möglichst lange selbst bestimmen. Genau dann ist es beruhigend, zu wissen, dass im Ernstfall schnell Hilfe erreichbar ist.
Ein Telefon ist ein tolles Kommunikationsmittel, der uns ermöglicht weltweit vernetzt zu sein. In einer Notfallsituation befindet sich jedoch nicht immer in der Nähe. Nach einem Sturz liegt es möglicherweise in einem anderen Zimmer, steckt in einer Tasche oder steht am Ladegerät.
Ein Notrufarmband für Senioren wird direkt am Handgelenk getragen. Über einen zentralen Knopf kann im Notfall um Unterstützung gerufen wetden. Mobile Modelle funktionieren auch außerhalb der Wohnung und bieten je nach Ausstattung zusätzliche Funktionen wie eine automatische Sturzerkennung, eine Sprachverbindung und die Übermittlung des Standorts im Notfall.
Doch welches System passt zur persönlichen Lebenssituation? Welche Funktionen sind tatsächlich wichtig, welche Kosten entstehen und worauf sollten Sie bei der Auswahl achten? In diesem Artikel erfahren Sie, wie ein Notrufarmband funktioniert, worin es sich von einer Notrufuhr und einem klassischen Hausnotruf unterscheidet und welche Lösung für unterschiedliche Alltagssituationen geeignet ist.
Was ist ein Notrufarmband für Senioren?
Ein Notrufarmband für Senioren ist ein tragbares Notrufsystem, das direkt am Handgelenk getragen wird. Die tragende Person kann über einen Notrufknopf eine vorher festgelegte Notfallkette auslösen.
Je nach System werden anschließend:
- private Notfallkontakte benachrichtigt,
- Angehörige angerufen,
- eine professionelle Notrufzentrale informiert,
- eine Sprachverbindung hergestellt,
- Standortinformationen im Notfall bereitgestellt.
Die Geräte unterscheiden sich deutlich. Einige Notrufarmbänder funktionieren nur in Verbindung mit einer Basisstation in der Wohnung. Mobile Modelle besitzen eine eigene Mobilfunkverbindung und können auch beim Spaziergang, beim Einkaufen oder im Garten eingesetzt werden. Manche Geräte beschränken sich bewusst auf einen Notrufknopf. Andere bieten zusätzlich eine automatische Sturzerkennung, eine direkte Sprachfunktion oder eine App für Angehörige.
Das Wichtigste auf einen Blick
✔ Ein Notrufarmband bleibt direkt am Handgelenk meist leichter erreichbar als ein Telefon.
✔ Klassische Hausnotrufsysteme funktionieren überwiegend innerhalb der Wohnung.
✔ Mobile Notrufarmbänder können zu Hause und unterwegs eingesetzt werden.
✔ Eine automatische Sturzerkennung kann zusätzliche Sicherheit bieten, wenn kein Knopfdruck mehr möglich ist.
✔ Eine Sprachverbindung direkt über das Armband erleichtert die Einschätzung der Situation.
✔ Nicht jedes mobile Notrufsystem funktioniert unabhängig von einem Smartphone.
✔ Neben dem Gerätepreis können monatliche Kosten für Mobilfunk, Alarmübertragung oder eine Notrufzentrale entstehen.
✔ Eine mögliche Kostenübernahme durch die Pflegekasse hängt von den persönlichen Voraussetzungen und der Prüfung im Einzelfall ab.
✔ Entscheidend ist, dass das Gerät verstanden, akzeptiert und tatsächlich getragen wird.
Wie funktioniert ein Notrufarmband?
Der genaue Ablauf hängt vom Anbieter, vom Gerät und vom gewählten Tarif ab. Grundsätzlich läuft ein Notruf jedoch häufig in mehreren Schritten ab.
Der Notruf wird ausgelöst
Die tragende Person drückt den Notrufknopf. Bei einem Modell mit automatischer Sturzerkennung kann der Ablauf zusätzlich beginnen, wenn das System einen möglichen Sturz registriert.
Die vorgesehenen Kontakte werden informiert
Je nach Lösung erhalten private Notfallkontakte oder eine professionelle Notrufzentrale eine Meldung.
Vor dem Kauf sollte geklärt werden:
- Werden mehrere Kontakte gleichzeitig informiert?
- Erfolgt die Benachrichtigung nacheinander?
- Was passiert, wenn niemand reagiert?
- Wird automatisch eine Notrufzentrale eingeschaltet?
Eine Sprachverbindung wird hergestellt
Verfügt das Gerät über einen Lautsprecher und ein Mikrofon, kann direkt mit der tragenden Person gesprochen werden.
So lässt sich beispielsweise klären:
- Sind Sie ansprechbar?
- Haben Sie Schmerzen?
- Können Sie selbstständig aufstehen?
- Befinden Sie sich zu Hause oder unterwegs?
- Kann ein Angehöriger helfen?
- Wird medizinische Unterstützung benötigt?
Die betroffene Person muss dafür kein Telefon suchen oder festhalten.
Der Standort wird im Notfall ermittelt
Bei mobilen Systemen kann die Standortübermittlung helfen, wenn sich die Person außerhalb der Wohnung befindet oder den Aufenthaltsort nicht genau beschreiben kann. Achten Sie darauf, ob der Standort nur während eines aktiven Notfalls oder dauerhaft sichtbar ist.
Passende Hilfe wird organisiert
Abhängig von der Situation kann ein Angehöriger vorbeikommen, ein Nachbar informiert oder der Rettungsdienst verständigt werden. Ein Notrufarmband ersetzt die Notrufnummer 112 nicht. Es kann aber dabei helfen, eine Notsituation schneller zu melden und die vorgesehenen Ansprechpartner zu erreichen.
Notrufarmband, Notrufuhr oder Hausnotruf: Wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe werden häufig ähnlich verwendet. Im Alltag unterscheiden sich die Systeme jedoch in Reichweite, Bedienung und Funktionsumfang.
Klassischer Hausnotruf
Ein klassischer Hausnotruf ist meist an eine Basisstation gebunden und eignet sich vor allem für Menschen, die sich überwiegend zu Hause aufhalten. Außerhalb der Reichweite der Basisstation kann das System in der Regel nicht genutzt werden.
Mobiles Notrufarmband
Ein mobiles Notrufarmband verbindet eine einfache Bedienung über einen zentralen Notrufknopf mit der Möglichkeit, je nach Modell auch unterwegs Hilfe anzufordern. Es konzentriert sich stärker auf die schnelle Unterstützung im Ernstfall und funktioniert häufig ohne Smartphone der tragenden Person.
Notrufuhr
Eine Notrufuhr bietet häufig zusätzliche Funktionen wie Uhrzeit, Schrittzähler oder Gesundheitswerte. Das kann praktisch sein, macht die Bedienung je nach Modell jedoch umfangreicher, da häufig ein Display, Tasten oder ein Touchscreen genutzt werden.
Welche Funktionen sollte ein gutes Notrufarmband für Senioren haben?
Nicht jede Funktion ist für jede Person gleich wichtig. Einige Kriterien sollten Sie vor dem Kauf jedoch genau prüfen.
Ein gut erreichbarer Notrufknopf
Im Ernstfall sollte die Bedienung möglichst eindeutig sein. Der Knopf muss gut fühlbar und mit wenig Kraft erreichbar sein.
Prüfen Sie:
- Ist der Knopf groß genug?
- Kann er auch bei eingeschränkter Feinmotorik bedient werden?
- Ist ein längerer Druck erforderlich?
- Gibt es eine verständliche Rückmeldung?
- Kann ein versehentlich ausgelöster Alarm beendet werden?
Die spätere Trägerin oder der spätere Träger sollte die Bedienung vor der Entscheidung möglichst selbst ausprobieren.
Automatische Sturzerkennung
Nach einem Sturz ist nicht immer ein aktiver Knopfdruck möglich. Vielleicht ist die betroffene Person verletzt, benommen, kurzzeitig bewusstlos oder liegt so ungünstig, dass sie den Knopf nicht erreicht. Eine automatische Sturzerkennung wertet Bewegungs- und Lageveränderungen aus. Erkennt das System einen möglichen Sturz, kann es den Notfallprozess vorbereiten.
Sie kann besonders sinnvoll sein für Menschen, die:
- bereits mehrfach gestürzt sind,
- unter Schwindel oder Gangunsicherheit leiden,
- allein wohnen,
- nachts häufig aufstehen,
- nach einer Operation oder Reha noch unsicher gehen.
Wichtig ist eine realistische Erwartung: Keine automatische Sturzerkennung kann garantieren, jeden Sturz sicher zu erfassen. Langsames Zusammensinken oder ein kontrolliertes Hinsetzen kann möglicherweise nicht als Sturz erkannt werden. Umgekehrt können einzelne schnelle Alltagsbewegungen einen Fehlalarm auslösen.
Sprachverbindung direkt am Handgelenk
Eine Sprachfunktion kann nach einem ausgelösten Alarm besonders hilfreich sein. Die tragende Person hört, dass der Notruf angekommen ist. Gleichzeitig können Angehörige oder die Notrufzentrale die Situation besser einschätzen.
Achten Sie auf:
- ausreichende Lautstärke,
- verständliche Sprachqualität,
- ein integriertes Mikrofon,
- automatische Verbindung nach einem Alarm,
- einfache Nutzung ohne zusätzliche Bedienung.
Nutzung ohne Smartphone
Ein Smartphone kann grundsätzlich für einen Notruf genutzt werden. Es muss jedoch mitgeführt, geladen und im entscheidenden Moment bedient werden können.
Im Alltag liegt es häufig:
- auf dem Küchentisch,
- im Schlafzimmer,
- in einer Tasche,
- am Ladegerät,
- in einem anderen Stockwerk.
Ein eigenständiges Notrufarmband benötigt kein Smartphone der tragenden Person. Das vereinfacht den Alltag und verhindert, dass die Notruffunktion von einer Bluetooth-Verbindung abhängig ist. Eine App für Angehörige kann trotzdem sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass die tragende Person selbst kein Smartphone bedienen oder mitführen muss.
Mobile Nutzung zu Hause und unterwegs
Wer regelmäßig spazieren geht, einkauft oder im Garten arbeitet, sollte auf eine integrierte Mobilfunkverbindung achten.
Ein mobiles Notrufarmband sollte möglichst ohne:
- Festnetzanschluss,
- WLAN,
- stationäre Basisstation,
- gekoppeltes Smartphone
funktionieren.
Prüfen Sie außerdem, in welchen Ländern das Gerät genutzt werden kann und ob die Mobilfunkkosten im monatlichen Tarif enthalten sind.
Sicherheit, die einfach mitgeht
Standortübermittlung und Datenschutz
Standortinformationen können im Notfall helfen, eine Person schneller zu finden. Gleichzeitig möchten viele Menschen nicht dauerhaft überwacht werden. Der Anbieter sollte deshalb verständlich erklären:
- wann der Standort ermittelt wird,
- wer ihn sehen kann,
- wie lange er verfügbar bleibt,
- ob eine dauerhafte Ortung möglich ist,
- wann der Zugriff wieder endet.
Für viele Nutzer ist eine Standortübermittlung ausschließlich im aktiven Notfall der angenehmere Mittelweg zwischen Sicherheit und Privatsphäre.
Akkulaufzeit
Ein Notrufarmband kann nur helfen, wenn es geladen ist und getragen wird. Muss das Gerät täglich aufgeladen werden, entstehen regelmäßig Zeiten ohne Absicherung. Außerdem kann es nach dem Laden auf der Station liegen bleiben.
Achten Sie deshalb auf:
- die angegebene Akkulaufzeit,
- Warnungen bei niedrigem Akkustand,
- eine leicht nutzbare Ladestation,
- eine Benachrichtigung der Angehörigen,
- möglichst wenige Ladeunterbrechungen.
Wasser- und Staubschutz
Gerade im Badezimmer ist ein Notrufarmband besonders wichtig. Dort erhöhen glatte Fliesen, Feuchtigkeit und hohe Einstiege das Sturzrisiko. Achten Sie nicht nur auf die allgemeine Bezeichnung „wasserfest“, sondern auf die konkrete Schutzklasse und die Herstellerhinweise. Nicht jedes wasserfeste Gerät eignet sich automatisch zum:
- Duschen,
- Schwimmen,
- längeren Untertauchen,
- Tragen in Salzwasser.
Tragekomfort
Das technisch beste Gerät hilft wenig, wenn es im Ernstfall auf dem Nachttisch liegt.
Das Notrufarmband sollte deshalb:
- angenehm sitzen,
- nicht zu schwer sein,
- sich einfach schließen lassen,
- auch nachts getragen werden können,
- möglichst wenig an Kleidung hängen bleiben,
- die Haut nicht unnötig reizen.
Die spätere Trägerin oder der spätere Träger sollte deshalb immer in die Auswahl einbezogen werden.
Welches System passt zu welcher Lebenssituation?
Ein pauschal bestes Notrufarmband gibt es nicht. Die passende Lösung hängt davon ab, wie die Person lebt und welche Hilfe im Ernstfall benötigt wird.
Für Menschen, die sich überwiegend zu Hause aufhalten
Ein klassischer Hausnotruf mit Basisstation kann ausreichend sein. Wichtig sind eine gute Reichweite innerhalb der Wohnung und ein wasserfester Funksender.
Für aktive Senioren
Wer regelmäßig spazieren geht, einkauft oder Freunde besucht, benötigt eher ein mobiles Notrufarmband mit eigener Mobilfunkverbindung. Eine Standortübermittlung im Notfall und eine direkte Sprachfunktion sind hier besonders hilfreich.
Für Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko
Eine automatische Sturzerkennung kann zusätzliche Sicherheit bieten. Wichtig ist, dass ein Fehlalarm verständlich angekündigt und beendet werden kann.
Für Menschen ohne Smartphone
Das Notrufarmband sollte eigenständig funktionieren. Die tragende Person sollte weder ein Smartphone besitzen noch mitführen müssen.
Für Angehörige, die nicht immer erreichbar sind
Eine professionelle 24/7-Notrufzentrale kann sinnvoll sein, wenn ein Alarm nicht ausschließlich davon abhängen soll, ob private Kontakte gerade ans Telefon gehen.
Was kostet ein Notrufarmband für Senioren?
Die Gesamtkosten bestehen häufig aus mehreren Bestandteilen.
Einmaliger Gerätepreis
Einige Anbieter verkaufen das Gerät. Andere vermieten es oder verlangen eine Einrichtungsgebühr.
Klären Sie:
- Gehört das Gerät nach dem Kauf Ihnen?
- Muss es nach Vertragsende zurückgegeben werden?
- Was passiert bei einem Defekt?
- Ist eine Ladestation enthalten?
- Fallen Versandkosten an?
Monatliche Servicekosten
Bei mobilen Notrufarmbändern entstehen häufig monatliche Gebühren für:
- Mobilfunk,
- Alarmübertragung,
- App-Nutzung,
- technische Betreuung,
- private Notfallkontakte,
- eine professionelle Notrufzentrale.
Vergleichen Sie nicht nur den Gerätepreis, sondern die Gesamtkosten über einen längeren Zeitraum.
Fragen Sie vor dem Abschluss:
- Welche Leistungen sind im Grundtarif enthalten?
- Ist die Mobilfunkverbindung eingeschlossen?
- Wie viele Kontakte können hinterlegt werden?
- Kostet eine Notrufzentrale zusätzlich?
- Gibt es eine Mindestlaufzeit?
- Wie lang ist die Kündigungsfrist?
- Gibt es eine Testphase?
Kann die Pflegekasse die Kosten übernehmen?
Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Notrufsystem als Pflegehilfsmittel bezuschusst werden.
Eine Kostenübernahme kann insbesondere infrage kommen, wenn:
- mindestens Pflegegrad 1 vorliegt,
- die Person allein oder über längere Zeit allein lebt,
- sie in einer Notlage voraussichtlich nicht selbstständig über ein normales Telefon Hilfe rufen kann.
Ob das konkrete Gerät und der gewählte Tarif übernommen werden, entscheidet die zuständige Pflegekasse im Einzelfall.
Wichtig:
- Stellen Sie den Antrag möglichst vor Vertragsabschluss.
- Lassen Sie Ihre Voraussetzungen individuell prüfen.
- Klären Sie, welche Leistungen übernommen werden.
- Fragen Sie nach möglichen privaten Zusatzkosten.
- Warten Sie möglichst die schriftliche Entscheidung ab.
Eine Kostenübernahme sollte niemals pauschal versprochen werden.
Das Gardia Notrufarmband bietet Unterstützung bei der Kostenerstattung ab Pflegegrad 1. Eine tatsächliche Kostenübernahme hängt jedoch immer von der individuellen Prüfung und der Entscheidung der zuständigen Pflegekasse ab. Weitere Informationen zu Preisen und zur möglichen Kostenübernahme bei Notrufsystemen finden Sie in unserem Beitrag „Alle Preise und Tipps zur Kostenübernahme bei Notrufsystemen“.
Kaufberatung: Diese Fragen sollten Sie klären
Vor dem Kauf lohnt es sich, die spätere Nutzung möglichst konkret durchzugehen.
✔ Soll das Gerät nur zu Hause oder auch unterwegs funktionieren?
✔ Benötigt es eine Basisstation?
✔ Ist ein Smartphone erforderlich?
✔ Ist der Notrufknopf leicht erreichbar?
✔ Gibt es eine automatische Sturzerkennung?
✔ Wie wird ein Fehlalarm beendet?
✔ Ist eine Sprachverbindung möglich?
✔ Wann wird der Standort übermittelt?
✔ Wie lange hält der Akku?
✔ Kann das Gerät beim Duschen getragen werden?
✔ Wer wird im Notfall informiert?
✔ Was passiert, wenn private Kontakte nicht erreichbar sind?
✔ Gibt es eine professionelle Notrufzentrale?
✔ Welche einmaligen und monatlichen Kosten entstehen?
✔ Kann das Gerät getestet werden?
✔ Würde die Person es wirklich täglich tragen?
Das Gardia Notrufarmband im Überblick
Das Gardia Notrufarmband ist ein mobiles Notrufsystem für zu Hause und unterwegs. Es konzentriert sich bewusst auf die Notfallfunktion und kommt ohne Touchscreen oder kompliziertes Smartwatch-Menü aus. Die tragende Person benötigt kein eigenes Smartphone. Die integrierte Mobilfunkverbindung ermöglicht die Nutzung unabhängig von einer stationären Basisstation. Über den zentralen Notrufknopf lässt sich die Notfallkette manuell auslösen. Zusätzlich arbeitet die FallGuard360° Sturzerkennung im Hintergrund. Erkennt sie einen möglichen Sturz, kann der Ablauf auch dann beginnen, wenn kein Knopfdruck mehr möglich ist.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören:
- zentraler Notrufknopf,
- automatische FallGuard360° Sturzerkennung,
- integrierte Mobilfunkverbindung,
- Nutzung ohne Smartphone der tragenden Person,
- direkte Sprachverbindung am Handgelenk,
- Standortübermittlung im aktiven Notfall,
- bis zu sechs private Notfallkontakte,
- optional professionelle 24/7-Notrufzentrale von Bosch,
- bis zu 21 Tage Akkulaufzeit,
- Wasser- und Staubschutz nach IP67.
Das Gardia Notrufarmband ist damit besonders für Menschen geeignet, die eine verständliche mobile Notfalllösung suchen und auf zusätzliche Smartwatch-Funktionen verzichten möchten.
Private Notfallkontakte oder professionelle Notrufzentrale
Beim Gardia Notrufarmband lässt sich die Notfallkette an die persönliche Situation anpassen. Je nach Tarif können bis zu sechs private Notfallkontakte eingebunden werden. Diese erhalten im aktiven Notfall eine Meldung und können über die My Gardia App Standortinformationen einsehen und Hilfe organisieren.
Optional kann das Gardia Notrufarmband mit der professionellen 24/7-Notrufzentrale von Bosch verbunden werden. Geschulte Mitarbeitende können:
- Kontakt zur tragenden Person aufnehmen,
- die Situation einschätzen,
- Angehörige oder Vertrauenspersonen informieren,
- bei Bedarf den Rettungsdienst verständigen.
Eine professionelle Notrufzentrale kann besonders sinnvoll sein, wenn private Kontakte nicht jederzeit erreichbar sind.
Kosten des Gardia Notrufarmbands
Die Gesamtkosten des Gardia Notrufarmbands setzen sich aus dem einmaligen Gerätepreis und dem gewählten Service-Tarif zusammen. Da Angebote und Preise geändert werden können, sollten die aktuellen Angaben direkt vor der Veröffentlichung im Shop geprüft werden. Der Service-Tarif lässt sich passend zur gewünschten Notfallkette auswählen – von privaten Notfallkontakten bis zur professionellen Bosch-Notrufzentrale.
Im Notfall direkt verbunden
Persönliche Kaufberatung zum Gardia Notrufarmband
Wer unsicher ist, welches Modell oder welcher Tarif zur eigenen Lebenssituation passt, kann beim Gardia Kundenservice eine persönliche Kaufberatung buchen. In einem 15-minütigen Beratungsgespräch lassen sich offene Fragen zu den Funktionen, den Kosten, der möglichen Kostenerstattung und der Nutzung des Gardia Notrufarmbands klären. Hier geht es zur Kontaktaufnahme.
Die Notfallkette gemeinsam vorbereiten
Ein Notrufsystem kann nur dann zuverlässig unterstützen, wenn alle Beteiligten wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Hinterlegte Notfallkontakte sollten deshalb darüber informiert sein, dass sie Teil der Notfallkette sind und wie sie auf einen Alarm reagieren sollen. Klären Sie gemeinsam:
- Wer erhält die Alarmmeldung?
- Wer versucht zuerst, die betroffene Person zu erreichen?
- Wer kann zur Wohnung oder zum Aufenthaltsort fahren?
- Wer besitzt einen Ersatzschlüssel?
- Wann muss direkt die 112 verständigt werden?
- Welche gesundheitlichen Besonderheiten oder Medikamente sind wichtig?
Ein gemeinsamer Testalarm kann helfen, den Ablauf kennenzulernen und Unsicherheiten zu vermeiden.
Häufige Fehler beim Kauf eines Notrufarmbands
Nur auf den Gerätepreis achten
Ein günstiger Kaufpreis sagt wenig über die langfristigen Gesamtkosten aus. Monatliche Gebühren können den Unterschied deutlich verändern.
Zu viele Funktionen auswählen
Mehr Funktionen bedeuten nicht automatisch mehr Sicherheit. Ein überladenes Display oder komplizierte Menüs können die Bedienung erschweren.
Die tragende Person nicht einbeziehen
Ein Notrufarmband wird eher getragen, wenn die spätere Nutzerin oder der spätere Nutzer an der Auswahl beteiligt ist.
Die Akkulaufzeit unterschätzen
Ein häufiges Ladeintervall führt zu regelmäßigen Zeiten, in denen sich das Gerät nicht am Handgelenk befindet.
Die Notfallkette nicht vorbereiten
Alle Beteiligten sollten wissen, wie sie auf einen Alarm reagieren. Ein gemeinsamer Test kann Unsicherheiten vermeiden.
Fazit
Ein Notrufarmband für Senioren kann dabei helfen, im Ernstfall schneller Unterstützung zu erreichen. Welche Lösung passt, hängt jedoch von der persönlichen Lebenssituation ab.
Für Menschen, die sich überwiegend zu Hause aufhalten, kann ein klassischer Hausnotruf ausreichen. Wer regelmäßig spazieren geht, einkauft oder im Garten arbeitet, ist mit einem mobilen Notrufarmband häufig flexibler.
Wichtig sind vor allem:
- einfache Bedienung,
- ein gut erreichbarer Notrufknopf,
- eine verlässliche Notfallkette,
- mobile Nutzung,
- eine ausreichende Akkulaufzeit,
- verständliche Regelungen zur Standortübermittlung.
Je nach Bedarf können eine automatische Sturzerkennung und eine professionelle Notrufzentrale zusätzliche Sicherheit bieten. Das Gardia Notrufarmband vereint diese Funktionen in einem spezialisierten System. Es funktioniert ohne Smartphone der tragenden Person, ist zu Hause und unterwegs nutzbar und verbindet den zentralen Notrufknopf mit FallGuard360°, direkter Sprachkommunikation und bis zu 21 Tagen Akkulaufzeit. Damit kann es besonders für Menschen eine passende Lösung sein, die keine komplexe Smartwatch suchen, sondern eine verständliche und alltagstaugliche Verbindung zu Hilfe.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Was ist das beste Notrufarmband für Senioren?
Was sollte ein gutes Notrufarmband können?
Was kostet ein Notrufarmband für Senioren?
Zahlt die Pflegekasse ein Notrufarmband?
Funktioniert ein Notrufarmband ohne Smartphone?
Kann das Gardia Notrufarmband auch unterwegs genutzt werden?
„Ich war an einem Nachmittag allein im Garten und wollte nur noch schnell die Gießkanne zurückstellen. Auf dem Weg zur Terrasse bin ich auf einer nassen Stelle ausgerutscht und seitlich gestürzt. Zuerst dachte ich, ich könnte gleich wieder aufstehen. Doch mein Bein tat stark weh, und ich konnte mich kaum bewegen. Mein Handy lag im Wohnzimmer, die Terrassentür war geschlossen, und von der Straße aus konnte mich niemand sehen. Zum Glück trug ich mein Gardia Notrufarmband. Die Sturzerkennung reagierte, und kurz darauf wurde meine Tochter informiert. Sie konnte direkt mit mir sprechen, obwohl mein Telefon im Haus lag. Allein ihre Stimme zu hören, hat mich in diesem Moment sehr beruhigt. Sie wusste, wo ich war, und organisierte sofort Hilfe. Später stellte sich heraus, dass ich mir das Becken verletzt hatte. Ohne das Gardia Notrufarmband hätte ich vermutlich lange draußen gelegen. Seit diesem Tag trage ich es jeden Tag – auch im Garten und im Badezimmer. Für mich bedeutet es nicht, unselbstständig zu sein. Im Gegenteil: Es gibt mir die Sicherheit, weiterhin allein zu wohnen und meinen Alltag nach meinen eigenen Vorstellungen zu gestalten.“



