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Notrufarmband Senioren bei beginnender Demenz: Wann ist es sinnvoll?

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Notrufarmband Senioren bei beginnender Demenz: Wann ist es sinnvoll?

Der Haustürschlüssel liegt plötzlich im Kühlschrank, ein vertrauter Weg fühlt sich ungewohnt an oder eine Telefonnummer fällt im entscheidenden Moment nicht mehr ein. Solche Situationen können verunsichern – sowohl die betroffene Person als auch ihre Angehörigen. Nicht jede Vergesslichkeit bedeutet automatisch Demenz. Wenn Gedächtnis, Orientierung oder alltägliche Abläufe jedoch zunehmend schwerfallen, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Gerade bei einer beginnenden Demenz sind viele Menschen weiterhin selbstständig, erledigen ihre Einkäufe, gehen spazieren oder verbringen Zeit allein zu Hause.

Gleichzeitig wächst häufig die Sorge, was bei einem Sturz, plötzlicher Schwäche oder einer anderen Notsituation passiert. Ein Notrufarmband für Senioren kann in dieser Phase eine zusätzliche Absicherung bieten. Es wird direkt am Handgelenk getragen und ermöglicht es, mit einem zentralen Knopf Hilfe anzufordern. Modelle mit automatischer Sturzerkennung können außerdem auf einen möglichen Sturz reagieren, wenn kein aktiver Knopfdruck mehr möglich ist. Ob ein Notrufarmband bei beginnender Demenz sinnvoll ist, hängt jedoch immer von der persönlichen Situation ab. Entscheidend ist unter anderem, ob die betroffene Person das Gerät versteht, akzeptiert und regelmäßig trägt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wann ein Notrufarmband für Senioren bei beginnender Demenz unterstützen kann, welche Funktionen wichtig sind und wo die Grenzen eines solchen Systems liegen.

Was bedeutet beginnende Demenz?

Eine Demenz entwickelt sich meist schrittweise. Zu Beginn fallen Veränderungen deshalb nicht immer sofort auf. Manche Menschen vergessen häufiger Termine oder Namen. Andere benötigen mehr Zeit, um Entscheidungen zu treffen, verlieren beim Erzählen den Faden oder finden sich in ungewohnten Situationen schlechter zurecht. Bei einer Alzheimer-Demenz nehmen unter anderem Gedächtnis, sprachliche Fähigkeiten und Orientierung im Verlauf ab. Dadurch wird es mit der Zeit schwieriger, den Alltag vollständig selbstständig zu bewältigen.

Mögliche frühe Anzeichen können sein:

  • häufiges Verlegen wichtiger Gegenstände,
  • wiederholtes Stellen derselben Fragen,
  • Schwierigkeiten bei gewohnten Aufgaben,
  • Unsicherheit bei Datum oder Uhrzeit,
  • Probleme auf weniger vertrauten Wegen,
  • Wortfindungsstörungen,
  • nachlassende Konzentration,
  • Schwierigkeiten beim Planen und Organisieren,
  • Veränderungen im Verhalten oder in der Stimmung.

Einzelne dieser Beobachtungen beweisen noch keine Demenz. Auch Stress, Depressionen, Schlafmangel, bestimmte Medikamente oder körperliche Erkrankungen können die geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen. Eine zuverlässige Einordnung ist deshalb nur durch eine medizinische Untersuchung möglich

Warum kann der Alltag bei beginnender Demenz unsicherer werden?

Viele Menschen mit beginnender Demenz leben weiterhin aktiv und selbstbestimmt. Das vertraute Zuhause, feste Gewohnheiten und bekannte Wege geben Orientierung und Sicherheit. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft betont, dass wiederkehrende Abläufe und feste Plätze für wichtige Gegenstände dabei helfen können, die Selbstständigkeit im Alltag möglichst lange zu erhalten. Trotzdem können neue Unsicherheiten entstehen.

  • Telefonnummern oder Abläufe werden vergessen

In einer Notsituation fällt es möglicherweise schwer, sich an eine Telefonnummer zu erinnern, das Smartphone zu entsperren oder die richtige Person auszuwählen. Selbst vertraute Bedienungsschritte können unter Stress plötzlich kompliziert wirken. Ein zentraler Notrufknopf ist meist einfacher zu erfassen als ein Smartphone mit mehreren Menüs und Funktionen.

  • Gefahren werden später erkannt

Eine heiße Herdplatte, eine offene Haustür oder ein Hindernis auf dem Boden wird möglicherweise nicht sofort bemerkt. Auch die Einschätzung einer Situation kann schwieriger werden.

  • Die Orientierung lässt nach

Manche Betroffene finden einen bekannten Weg plötzlich nicht mehr oder können ihren aktuellen Standort nicht genau beschreiben. Besonders in ungewohnter Umgebung können Orientierungsprobleme stärker auffallen.

  • Das Sturzrisiko kann steigen

Unsicherheit beim Gehen, Ablenkung, ungeeignete Schuhe, Medikamente oder zusätzliche körperliche Erkrankungen können das Risiko für einen Sturz erhöhen. Ein Notrufsystem mit Sturzerkennung kann in einer solchen Situation eine zusätzliche Absicherung darstellen.

Wann kann ein Notrufarmband für Senioren bei beginnender Demenz sinnvoll sein?

Ein Notrufarmband kann vor allem dann helfen, wenn die betroffene Person noch weitgehend selbstständig lebt und die einfache Bedeutung des Geräts versteht.

Das kann beispielsweise zutreffen, wenn die Person:

  • regelmäßig allein zu Hause ist,
  • selbstständig spazieren oder einkaufen geht,
  • bereits gestürzt ist,
  • unter Schwindel oder Gangunsicherheit leidet,
  • in einer Notsituation kein Smartphone sicher bedienen kann,
  • wichtige Telefonnummern häufiger vergisst,
  • nach einer Operation oder einem Krankenhausaufenthalt unsicherer ist,
  • Angehörige hat, die nicht in unmittelbarer Nähe wohnen,
  • ein einfaches Sicherheitsgefühl am Handgelenk wünscht.

Wichtig ist, nicht allein auf die Diagnose zu schauen. Zwei Menschen mit derselben Diagnose können im Alltag sehr unterschiedliche Fähigkeiten und Bedürfnisse haben. Ein Notrufarmband ist dann sinnvoll, wenn es zur konkreten Lebenssituation passt und tatsächlich genutzt werden kann.

Sicherheit im vertrauten Alltag

Das Gardia Notrufarmband ermöglicht einen Notruf direkt am Handgelenk. Die FallGuard360° Sturzerkennung bietet zusätzliche Absicherung, wenn kein Knopfdruck mehr möglich ist.
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Einfache Bedienung ist besonders wichtig

Bei beginnender Demenz sollte ein Notrufsystem nicht durch zahlreiche Anzeigen, Apps oder komplizierte Menüs ablenken.

Ein gut geeignetes Notrufarmband sollte:

  • einen deutlich fühlbaren Notrufknopf besitzen,
  • mit wenigen Schritten funktionieren,
  • keine tägliche komplizierte Bedienung verlangen,
  • verständliche akustische Rückmeldungen geben,
  • angenehm am Handgelenk sitzen,
  • möglichst selten geladen werden müssen,
  • auch ohne Smartphone der tragenden Person funktionieren.

Die Bedienung sollte gemeinsam ausprobiert werden. Dabei zeigt sich schnell, ob die betroffene Person den Knopf findet und versteht, was nach dem Drücken passiert.

Warum ein Smartphone nicht immer ausreicht

Viele Angehörige gehen zunächst davon aus, dass ein Smartphone für den Notfall genügt. Es bietet schließlich eine Telefonfunktion und befindet sich häufig in der Nähe.

Im entscheidenden Moment kann es jedoch:

  • in einem anderen Zimmer liegen,
  • am Ladegerät angeschlossen sein,
  • in einer Tasche stecken,
  • ausgeschaltet oder entladen sein,
  • durch einen Code gesperrt sein,
  • durch zahlreiche Symbole unübersichtlich wirken.

Nach einem Sturz oder bei starker Verunsicherung muss außerdem erst die richtige Anwendung geöffnet und ein Kontakt ausgewählt werden. Ein Notrufarmband für Senioren bleibt dagegen direkt am Handgelenk. Ein gut sichtbarer oder fühlbarer Knopf kann dadurch leichter erreichbar sein.

Wie funktioniert ein Notrufarmband für Senioren?

Der genaue Ablauf hängt vom jeweiligen System ab. Grundsätzlich beginnt der Notfallprozess über einen Knopfdruck oder – bei entsprechend ausgestatteten Modellen – nach einem erkannten möglichen Sturz.

  • Der Notruf wird ausgelöst

Die tragende Person drückt den zentralen Notrufknopf. Bei einem Gerät mit automatischer Sturzerkennung kann der Vorgang zusätzlich beginnen, wenn das System einen möglichen Sturz registriert.

  • Die vorgesehenen Kontakte werden informiert

Je nach Tarif werden private Notfallkontakte oder eine professionelle Notrufzentrale benachrichtigt.

  • Eine Sprachverbindung wird hergestellt

Besitzt das Armband einen Lautsprecher und ein Mikrofon, kann direkt über das Gerät gesprochen werden. Die betroffene Person muss kein Telefon suchen oder festhalten.

  • Die Situation wird eingeschätzt

Die Kontakte können beispielsweise klären:

  • Ist die Person ansprechbar?
  • Hat sie Schmerzen?
  • Kann sie selbstständig aufstehen?
  • Befindet sie sich zu Hause oder unterwegs?
  • Wird ein Angehöriger oder medizinische Hilfe benötigt?
  • Hilfe wird organisiert

Abhängig von der Situation kann ein Angehöriger vorbeikommen, ein Nachbar informiert oder der Rettungsdienst verständigt werden.

Automatische Sturzerkennung als zusätzliche Absicherung

Bei einer beginnenden Demenz kann es vorkommen, dass die betroffene Person nach einem Sturz nicht mehr daran denkt, den Notrufknopf zu drücken. Vielleicht ist sie verletzt, verwirrt oder kurzzeitig bewusstlos. Das Gardia Notrufarmband verfügt deshalb über die intelligente FallGuard360° Sturzerkennung. Sie wertet verschiedene Bewegungs- und Lageveränderungen aus. Erkennt das System einen möglichen Sturz, kann der Notfallprozess auch dann beginnen, wenn kein aktiver Knopfdruck mehr möglich ist. Vor der Weiterleitung macht das Gardia Notrufarmband auf den gestarteten Ablauf aufmerksam. Wird keine Hilfe benötigt, kann die tragende Person den Fehlalarm innerhalb der vorgesehenen Abbruchphase beenden.

Wann reicht ein Notrufarmband nicht aus?

Ein Notrufarmband kann nur helfen, wenn die betroffene Person es trägt, akzeptiert und der Notfallprozess zur Lebenssituation passt.

Mit fortschreitender Demenz kann es schwieriger werden:

  • die Bedeutung des Knopfes zu verstehen,
  • das Armband regelmäßig anzulegen,
  • einen Fehlalarm zu beenden,
  • auf eine Stimme aus dem Lautsprecher zu reagieren,
  • das Gerät nicht eigenständig abzunehmen,
  • die Situation gegenüber den Notfallkontakten zu beschreiben.

Auch eine automatische Sturzerkennung ersetzt keine Betreuung. Sie erkennt weder Orientierungslosigkeit noch jede medizinische Notsituation.

Ein Notrufarmband reicht deshalb möglicherweise nicht aus, wenn die betroffene Person:

  • häufig die Wohnung verlässt und nicht zurückfindet,
  • akute Gefahren nicht mehr einschätzen kann,
  • das Armband regelmäßig ablegt,
  • die Bedienung nicht mehr versteht,
  • rund um die Uhr Unterstützung benötigt,
  • nicht mehr längere Zeit allein bleiben kann.

In solchen Fällen sollten Angehörige gemeinsam mit ärztlichen, pflegerischen oder beratenden Fachstellen prüfen, welche zusätzlichen Hilfen notwendig sind.

Das Gardia Notrufarmband bei beginnender Demenz

Das Gardia Notrufarmband konzentriert sich bewusst auf die Notruffunktion. Es besitzt einen zentralen Notrufknopf und benötigt kein Smartphone der tragenden Person. Zusätzlich verfügt es über die intelligente FallGuard360° Sturzerkennung. Sie wertet verschiedene Bewegungs- und Lageveränderungen aus. Erkennt das System einen möglichen Sturz, kann der Notfallprozess auch dann beginnen, wenn kein aktiver Knopfdruck mehr möglich ist.

Vor der Weiterleitung macht das Gardia Notrufarmband auf den gestarteten Ablauf aufmerksam. Wird keine Hilfe benötigt, kann ein Fehlalarm innerhalb der vorgesehenen Abbruchphase beendet werden.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • zentraler Notrufknopf,
  • FallGuard360° Sturzerkennung,
  • integrierte Mobilfunkverbindung,
  • Nutzung ohne Smartphone der tragenden Person,
  • Sprachverbindung direkt über das Armband,
  • Standortübermittlung im aktiven Notfall,
  • private Notfallkontakte,
  • optional die professionelle 24/7-Notrufzentrale von Bosch,
  • bis zu 21 Tage Akkulaufzeit.

Über die My Gardia App erhalten die hinterlegten Notfallkontakte im Notfall eine Meldung. Im aktiven Notfall können sie den übermittelten Standort einsehen und passende Hilfe organisieren. Je nach gewähltem Tarif können private Kontakte, die professionelle Bosch-Notrufzentrale oder beide in die Notfallkette eingebunden werden.

Im Notfall schnell informiert

Mit der My Gardia App erhalten hinterlegte Kontakte im aktiven Notfall eine Meldung und können schnell Unterstützung organisieren.
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Sicherheit und Selbstbestimmung miteinander verbinden

Technische Unterstützung sollte Menschen mit Demenz nicht unnötig einschränken. Richtig eingesetzte technische Hilfen können dazu beitragen, Selbstständigkeit länger zu erhalten und gleichzeitig die Sicherheit zu verbessern. 

Das bedeutet auch: Ein Notrufarmband sollte nicht heimlich oder gegen den deutlich geäußerten Willen der betroffenen Person eingesetzt werden.

Sprechen Sie frühzeitig darüber, solange die Person ihre Wünsche gut äußern und Entscheidungen nachvollziehen kann.

Mögliche Fragen sind:

  • Wovor haben Sie im Alltag am meisten Sorge?
  • In welchen Situationen wünschen Sie sich Unterstützung?
  • Wen möchten Sie im Notfall erreichen?
  • Möchten Sie zunächst private Kontakte einbinden?
  • Wäre eine professionelle Notrufzentrale beruhigender?
  • Fühlt sich das Armband angenehm an?
  • Möchten Sie das Gerät zunächst ausprobieren?

Das gemeinsame Gespräch erhöht die Akzeptanz und verhindert, dass das Notrufarmband als Kontrolle oder Bevormundung empfunden wird.

So sprechen Angehörige das Thema respektvoll an

Ein Einstieg wie „Du kannst nicht mehr allein bleiben“ löst verständlicherweise schnell Widerstand aus. Besser ist es, den Wunsch nach Selbstständigkeit in den Mittelpunkt zu stellen: „Mir ist wichtig, dass du deinen Alltag weiterhin selbst gestalten können. Das Armband wäre einfach eine Möglichkeit, im Ernstfall schneller jemanden zu erreichen.“ Oder: „Wir können es gemeinsam ausprobieren und danach in Ruhe entscheiden, ob es dir Sicherheit gibt.“ Vermeiden Sie lange technische Erklärungen. Zeigen Sie lieber direkt, wie der Notrufknopf funktioniert und wer sich nach einem Alarm meldet.

Das Notrufarmband gemeinsam einführen

Damit das Gerät im Ernstfall nicht fremd wirkt, sollte es frühzeitig in den Alltag eingebunden werden.

  • Gemeinsam ausprobieren

Zeigen Sie den Notrufknopf und erklären Sie den Ablauf in einfachen Worten. Ein Testalarm kann helfen, Berührungsängste abzubauen.

  • Feste Gewohnheiten schaffen

Das Armband sollte möglichst jeden Tag getragen werden. Legen Sie einen festen Zeitpunkt zum Anziehen fest, etwa direkt nach dem Waschen oder Ankleiden.

  • Einen festen Ladeplatz wählen


Die Ladestation sollte immer am gleichen, gut sichtbaren Ort stehen. Dadurch lässt sich das Aufladen leichter in den Tagesablauf integrieren. Das Gardia Notrufarmband bietet eine Akkulaufzeit von bis zu 21 Tagen, sodass deutlich weniger Ladeunterbrechungen notwendig sind als bei Geräten, die täglich geladen werden müssen.

  • Regelmäßig kontrollieren

Prüfen Sie gemeinsam:

  • Wird das Armband getragen?
  • Ist es geladen?
  • Sitzt es angenehm?
  • Weiß die Person noch, wofür der Knopf gedacht ist?
  • Sind die Notfallkontakte aktuell?
  • Funktioniert die vereinbarte Notfallkette?
  • Veränderungen ernst nehmen

Was heute gut funktioniert, kann in einigen Monaten zu kompliziert sein. Die Nutzung sollte deshalb regelmäßig neu beurteilt werden.

Private Notfallkontakte oder professionelle Notrufzentrale?

Bei einem Notrufsystem muss klar sein, wer nach einem Alarm reagiert. Private Notfallkontakte können Angehörige, Freunde oder Nachbarn sein. Diese Lösung kann gut funktionieren, wenn mehrere Personen zuverlässig erreichbar sind und wissen, was im Ernstfall zu tun ist.

Klären Sie vorher:

  • Wer reagiert zuerst?
  • Wer wohnt in der Nähe?
  • Wer besitzt einen Ersatzschlüssel?
  • Wer kennt wichtige medizinische Angaben?
  • Was passiert, wenn niemand ans Telefon geht?
  • Wann soll der Rettungsdienst verständigt werden?

Das Gardia Notrufarmband kann optional mit der professionellen 24/7-Notrufzentrale von Bosch verbunden werden. Geschulte Mitarbeitende nehmen Kontakt zur tragenden Person auf, schätzen die Situation ein und organisieren je nach Lage weitere Hilfe.

Für wen kann das Gardia Notrufarmband passen?

Das Gardia Notrufarmband kann bei beginnender Demenz infrage kommen, wenn die betroffene Person:

  • die Bedeutung des Notrufknopfes noch versteht,
  • das Armband freiwillig trägt,
  • weitgehend selbstständig lebt,
  • regelmäßig allein ist,
  • ein erhöhtes Sturzrisiko hat,
  • kein Smartphone sicher bedienen kann,
  • zu Hause und unterwegs abgesichert sein möchte,
  • eine einfache Notfallverbindung zu Angehörigen oder einer Notrufzentrale benötigt.

Weniger geeignet ist es als alleinige Lösung, wenn eine dauerhafte Ortung, ständige Beaufsichtigung oder umfassende Unterstützung im Alltag erforderlich ist.

Notfallkontakte helfen

Weitere Maßnahmen für einen sicheren Alltag

Ein Notrufarmband ist nur ein Teil der Vorsorge. Ebenso wichtig ist eine Umgebung, die Orientierung gibt und unnötige Risiken reduziert.

  • Feste Tagesabläufe schaffen

Wiederkehrende Abläufe können Sicherheit geben. Mahlzeiten, Spaziergänge und Ruhezeiten sollten möglichst zu ähnlichen Zeiten stattfinden.

  • Wichtige Dinge immer am gleichen Ort aufbewahren

Schlüssel, Brille, Portemonnaie und Medikamente sollten feste Plätze erhalten. Gut sichtbare Hinweise können zusätzlich helfen. 

  • Laufwege freihalten

Lose Teppiche, Kabel, kleine Möbel und schlecht erkennbare Türschwellen erhöhen das Sturzrisiko.

  • Für gute Beleuchtung sorgen

Nachtlichter, Bewegungsmelder und helle Treppenbeleuchtung erleichtern die Orientierung – besonders auf dem Weg ins Badezimmer.

  • Medikamente überprüfen lassen

Einige Medikamente können Müdigkeit, Schwindel oder Verwirrtheit verstärken. Veränderungen dürfen jedoch niemals ohne ärztliche Rücksprache vorgenommen werden.

  • Bewegung erhalten

Spaziergänge und angepasste Kraft- und Gleichgewichtsübungen können dazu beitragen, Mobilität und Sicherheit möglichst lange zu erhalten.

  • Unterstützungsnetz aufbauen

Angehörige, Nachbarn, ambulante Dienste und Beratungsstellen sollten wissen, wie sie bei Bedarf unterstützen können.

Fazit

Eine beginnende Demenz bedeutet nicht automatisch, dass ein selbstständiger Alltag sofort nicht mehr möglich ist. Viele Betroffene leben weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung, gehen spazieren, erledigen Einkäufe und verbringen Zeit allein. Ein Notrufarmband für Senioren kann in dieser Phase eine sinnvolle Ergänzung sein. Es bietet einen einfach erreichbaren Notrufknopf und kann bei entsprechender Ausstattung auf einen möglichen Sturz reagieren. Besonders wichtig sind eine verständliche Bedienung, regelmäßiges Tragen und eine klar organisierte Notfallkette. Das Gardia Notrufarmband verbindet den zentralen Notrufknopf mit der FallGuard360° Sturzerkennung, mobiler Nutzung und direkter Sprachkommunikation. Der Standort wird im aktiven Notfall bereitgestellt; eine dauerhafte Überwachung ist nicht vorgesehen. Ob das System zur persönlichen Situation passt, sollte gemeinsam mit der betroffenen Person entschieden und regelmäßig neu geprüft werden. Ziel ist nicht, Selbstständigkeit einzuschränken, sondern Unterstützung dort bereitzuhalten, wo sie im Ernstfall benötigt wird.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Ist ein Notrufarmband für Senioren bei beginnender Demenz sinnvoll?
Ein Notrufarmband kann sinnvoll sein, wenn die betroffene Person den Zweck des Geräts versteht, es freiwillig trägt und in einer Notsituation einen einfachen Zugang zu Hilfe benötigt. Entscheidend sind die individuellen Fähigkeiten und die persönliche Lebenssituation.
Funktioniert ein Notrufarmband auch ohne Smartphone?
Ein eigenständiges mobiles Notrufarmband kann ohne Smartphone der tragenden Person funktionieren. Das Gardia Notrufarmband besitzt eine integrierte Mobilfunkverbindung. Die My Gardia App wird von den hinterlegten Notfallkontakten verwendet.
Erkennt ein Notrufarmband Orientierungslosigkeit?
Nein. Eine Sturzerkennung reagiert auf bestimmte Bewegungs- und Lageveränderungen. Sie erkennt weder Demenz noch Orientierungslosigkeit.
Erkennt das Gardia Notrufarmband einen Sturz automatisch?
Das Gardia Notrufarmband verfügt über die FallGuard360° Sturzerkennung. Erkennt das System einen möglichen Sturz, kann der Notfallprozess auch ohne aktiven Knopfdruck beginnen. Keine Sturzerkennung kann jedoch garantieren, jeden Sturz sicher zu erfassen.
Wer wird bei einem Notruf beim Gardia Notrufarmband informiert?
Je nach gewähltem Tarif können private Notfallkontakte, die professionelle 24/7-Notrufzentrale von Bosch oder beide eingebunden werden.
Was passiert, wenn die Demenz fortschreitet?
Die Eignung des Notrufarmbands sollte regelmäßig überprüft werden. Versteht die betroffene Person die Bedienung nicht mehr, legt sie das Gerät häufig ab oder benötigt sie eine dauerhafte Betreuung, können zusätzliche oder andere Hilfen notwendig werden.
Meine Mutter lebt noch allein und kommt im Alltag gut zurecht. Seit einiger Zeit vergisst sie jedoch häufiger, wo ihr Telefon liegt. Nach einem kleinen Sturz im Schlafzimmer war sie sehr verunsichert. Mit dem Gardia Notrufarmband fühlt sie sich wieder sicherer, weil sie im Ernstfall nur den Knopf am Handgelenk drücken muss. Auch für mich ist es beruhigend zu wissen, dass ich über die My Gardia App informiert werde. Das Armband gibt ihr Sicherheit, ohne dass sie sich ständig kontrolliert fühlt.“
, Maria K., 58 Jahre

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