Glatteis, nasses Laub und frühe Dunkelheit: So kommen Sie sicher durch die kalte Jahreszeit
Seit der Zeitumstellung Ende Oktober wird es am späten Nachmittag dunkel. Auf den Gehwegen liegt nasses Laub, und bald gibt es morgens die ersten Frostnächte. Für viele ältere Menschen werden damit ganz normale Wege schwieriger: zum Bäcker, zum Briefkasten oder abends in den Keller. Glätte und schlechte Sicht erhöhen das Sturzrisiko, und Stürze heilen im Alter oft langsamer.
Das heißt nicht, dass man den Winter über zu Hause bleiben sollte. Bewegung an der frischen Luft bleibt wichtig. Gut vorbereitet bleiben Sie auch bei Kälte selbstständig und sicher unterwegs. Und als Angehörige wissen Sie dann, dass im Ernstfall schnell Hilfe kommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Erledigen Sie Wege möglichst bei Tageslicht und nehmen Sie abends eine Taschenlampe mit.
- Tragen Sie feste Schuhe mit Profil. Bei Eis und Schnee geben Schuhspikes zusätzlichen Halt.
- Lassen Sie den Rollator rechtzeitig vor dem Winter prüfen.
- Sorgen Sie zu Hause für gute Beleuchtung, vor allem auf dem Weg zum Bad.
- Klären Sie vorher, wie im Notfall Hilfe gerufen werden kann, auch unterwegs und wenn niemand dabei ist.
Warum die dunkle Jahreszeit im Alter so viele Stolperfallen hat
Im Herbst und Winter kommen mehrere Risiken zusammen. Einzeln sind sie oft harmlos, zusammen werden sie gefährlich.
Nasses Laub und überfrierende Nässe
Feuchtes Laub ist auf Gehwegen und Treppen oft so rutschig wie Eis. Gefährlich ist besonders der frühe Morgen. Nach einer klaren Nacht können Wege überfroren sein, auch wenn sie nur nass aussehen. Brücken, schattige Ecken und Stufen aus Stein frieren meist zuerst.
Weniger Licht, schlechtere Sicht
Wenn es dunkel ist, sieht man Kanten, Bordsteine und Unebenheiten schwerer. Das gilt besonders, wenn die Augen nicht mehr so gut sind. Viele Wege, die tagsüber selbstverständlich sind, werden in der Dämmerung unsicher.
Kälte macht steif
Wer friert, bewegt sich steifer und vorsichtiger. Hände in den Jackentaschen machen es zusätzlich schwerer, sich bei einem Ausrutscher abzufangen. Dicke Kleidung und Mützen schränken die Bewegung und das Sichtfeld ein.
Das Risiko danach: lange liegen bleiben
Ein Sturz bei Kälte ist doppelt riskant. Wer draußen oder in einem ungeheizten Keller nicht mehr aufstehen kann, kühlt schnell aus. Deshalb geht es bei der Sturzvorsorge um zwei Fragen: Wie vermeide ich einen Sturz? Und wie bekomme ich schnell Hilfe, wenn es doch passiert?
Hilfe direkt am Handgelenk.
Sicher unterwegs: 6 Tipps für Glätte und Dunkelheit
1. Wege bei Tageslicht planen
Gehen Sie einkaufen, zum Arzt oder spazieren, solange es hell ist. Die Mittagsstunden sind meist am besten: Dann ist es am hellsten, und überfrorene Stellen sind oft aufgetaut. Tageslicht hilft dem Körper außerdem, Vitamin D zu bilden.
2. Auf das richtige Schuhwerk achten
Feste Schuhe mit rutschfester, gut profilierter Sohle sind die Grundlage. Bei Eis und Schnee helfen Schuhspikes zum Überziehen. Ziehen Sie die Spikes in Innenräumen wieder aus, denn auf glatten Fliesen können sie selbst rutschig werden.
3. Sichtbar bleiben
Helle Kleidung, Reflektoren an Jacke oder Tasche und eine kleine Taschenlampe sorgen dafür, dass Sie mehr sehen und auch selbst gesehen werden. Besonders praktisch sind Stirnlampen oder Leuchten zum Anklemmen, weil beide Hände frei bleiben.
4. Langsam gehen, Hände frei
Machen Sie kleine Schritte und setzen Sie den ganzen Fuß auf. Halten Sie die Hände aus den Taschen, damit Sie sich abfangen oder am Geländer festhalten können. Nehmen Sie Einkäufe lieber in einem Rucksack mit als in schweren Tüten.
5. Rollator und Gehstock winterfest machen
Prüfen Sie Bremsen und Reifen am Rollator vor dem ersten Frost. Viele Sanitätshäuser bieten dafür einen kostenlosen Check an. Für Gehstöcke gibt es Eisspitzen, die man bei Bedarf ausklappt.
6. An gefährlichen Tagen auf Hilfe zurückgreifen
An Tagen mit Glatteis muss nicht jeder Weg sein. Sie können sich Einkäufe liefern lassen, Nachbarn fragen oder Termine verschieben. Das ist kein Verlust an Selbstständigkeit, sondern eine vernünftige Entscheidung. Lassen Sie bei Glatteis auch das Auto besser stehen.
Sicher zu Hause: Die Wohnung auf die dunklen Monate vorbereiten
Viele Stürze passieren nicht draußen, sondern in den eigenen vier Wänden. Im Winter ist es drinnen länger dunkel, und man ist mehr im Haus.
- Licht auf dem Weg zum Bad: Nachtlichter oder Bewegungsmelder im Flur und im Schlafzimmer helfen bei nächtlichen Wegen.
- Stolperfallen entfernen: Lose Teppiche, Kabel von Heizlüftern oder Lichterketten und Gegenstände auf dem Boden gehören weg von häufig genutzten Wegen.
- Eingang sichern: Eine gute Fußmatte und eine rutschhemmende Unterlage im Eingangsbereich verhindern, dass nasse Schuhe zur Rutschgefahr werden.
- Treppen und Keller ausleuchten: Ein Lichtschalter oben und unten an der Treppe sowie ein stabiler Handlauf geben Halt.
- Bad sicher machen: Haltegriffe, rutschhemmende Matten und gegebenenfalls ein Duschsitz geben zusätzlichen Halt.
Für Angehörige: Der Winter-Check beim nächsten Besuch
Viele erwachsene Kinder wohnen nicht in der Nähe ihrer Eltern. Ein Besuch im Herbst ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam auf den Winter zu schauen. Tun Sie das am besten nicht als Kontrolle, sondern als Gespräch auf Augenhöhe.
Diese Fragen können Sie gemeinsam durchgehen
- Sind die Winterschuhe noch rutschfest, oder ist das Profil abgelaufen?
- Gibt es Spikes oder Eisspitzen für den Gehstock?
- Ist der Weg von der Haustür bis zur Straße gut beleuchtet?
- Wer räumt und streut den Gehweg vor dem Haus? Ist das mit Vermieter, Hausmeister oder Nachbarn geklärt?
- Gibt es im Flur und auf dem Weg zum Bad ausreichend Licht in der Nacht?
- Funktioniert die Heizung zuverlässig, auch im Bad?
- Sind die Notfallkontakte aktuell?
Die wichtigste Frage: Was passiert, wenn niemand dabei ist?
Ein Sturz kann auf dem Weg zum Briefkasten passieren, im Garten oder nachts im Bad. Oft liegt das Smartphone dann in einem anderen Zimmer. Deshalb lohnt es sich, gemeinsam zu klären: Wie kann im Ernstfall Hilfe gerufen werden, und wie kommen Helfer in die Wohnung?
Viele vergessen dabei die Frage, wie Helfer in die Wohnung kommen. Wenn die gestürzte Person die Tür nicht mehr öffnen kann, hilft eine Schlüsselbox, ein Ersatzschlüssel bei Angehörigen oder eine Vertrauensperson in der Nachbarschaft.
Wie ein Notrufarmband in der kalten Jahreszeit unterstützen kann
Ein mobiles Notrufarmband trägt man direkt am Körper. So ist es auch dann griffbereit, wenn das Smartphone nicht in der Nähe ist. Das kann im Winter besonders wichtig sein, wenn ein Sturz draußen in der Kälte passiert.
Das bietet das Gardia Notrufarmband:
- Notrufknopf: Ein Druck auf den zentralen Knopf startet den Notruf.
- Automatische Sturzerkennung: Die KI-basierte FallGuard360° Sturzerkennung kann den Notfallprozess auch dann starten, wenn ein Knopfdruck nicht mehr möglich ist.
- Direkte Sprachverbindung: Man kann direkt über das Armband sprechen.
- Standort: Im aktiven Notfall kann der Standort übermittelt werden. Das hilft, wenn der Sturz unterwegs passiert.
- Kein Smartphone nötig: Die Mobilfunkverbindung ist eingebaut. Eine Basisstation braucht man ebenfalls nicht.
- Für Kälte geeignet: Das Armband kann auch bei Kälte problemlos getragen werden, beim Winterspaziergang genauso wie beim Schneeschippen.
- Akku hält bis zu 21 Tage: Sie müssen es nicht jeden Abend laden. So ist das Armband auch an langen Wintertagen einsatzbereit.
- Wer informiert wird: Je nach Service private Notfallkontakte oder zusätzlich die 24/7 Notrufzentrale von Bosch.
Angehörige werden über die My Gardia App im aktiven Notfall informiert. Dort können auch Angaben zur Zugangslösung hinterlegt werden, zum Beispiel zu einer Schlüsselbox.
Sie können das Gardia Notrufarmband 30 Tage lang in Ruhe im Alltag ausprobieren. Wenn es nicht passt, bekommen Sie dank der Geld-zurück-Garantie Ihr Geld zurück, und die Rücksendung ist kostenlos.
Was tun nach einem Sturz bei Glätte?
Kommt es trotzdem zu einem Sturz, gilt: Ruhe bewahren und die Person nicht vorschnell hochziehen.
- Sprechen Sie die Person an. Fragen Sie nach Schmerzen und prüfen Sie Bewusstsein und Atmung.
- Bei Bewusstlosigkeit, Atemnot, starken Schmerzen oder schweren Verletzungen rufen Sie die 112.
- Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft außerhalb der Praxiszeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117.
- Schützen Sie die Person vor Kälte. Legen Sie eine Jacke oder Decke unter und über sie, bis Hilfe da ist.
- Klären Sie danach gemeinsam die Ursache. Wiederholte Stürze sollten ärztlich abgeklärt werden.
Eine ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Ratgeber „Oma ist gestürzt: Was tun?“.
Fazit: Gut vorbereitet durch die dunkle Jahreszeit
Glätte, nasses Laub und frühe Dunkelheit gehören zum Winter dazu. Mit ein paar Vorkehrungen bleiben Sie trotzdem aktiv und mobil: Wege bei Tageslicht, rutschfeste Schuhe, gutes Licht zu Hause und ein winterfester Rollator. Genauso wichtig ist die Frage, wie im Ernstfall schnell Hilfe kommt, auch wenn niemand dabei ist. Ein Notrufarmband wie das von Gardia kann hier zusätzlich absichern. Wer es trägt, bleibt selbstständig. Angehörige haben mehr Ruhe.
FAQs/Häufige Fragen
Warum stürzen ältere Menschen im Winter häufiger?
Welche Schuhe sind im Alter bei Glatteis am besten geeignet?
Wer muss im Winter vor dem Haus räumen und streuen?
Hilft das Gardia Notrufarmband auch bei einem Sturz unterwegs?
Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für das Gardia Notrufarmband?
„Man muss den Winter nicht in den eigenen vier Wänden verbringen. Gut vorbereitet sein, feste Schuhe anziehen und wissen, dass man im Ernstfall per Knopfdruck jemanden erreicht, das nimmt einem die ganze Sorge.“



